Hüttenweg

weg07Variante 1: Ausgangspunkt ist die Postautohaltestelle "Gadmen, Fuhren" an der Sustenpass-Strasse. Hier biegt die alte Sustenstrasse zum Gadmerwasser ab. Beim "E.W.-Gebäude" befinden sich genügend Parkplätze. Am Waldsaum geht es talauswärts bis zur nächsten Brücke. Ein steiler Alpweg zweigt hangwärts ab und steigt durch den Wald nach Schaftelen empor. In weitem Bogen führt er, ein höher gelegenes Wäldchen umgehend, an der Schaftellaui zurück und steigt dem Bach entlang hoch. Hier bietet sich ein schöner Rückblick zur Wildgärst-Gruppe und übers Tal zum Tällistock. Durch den Schaftellauiwald zieht sich der Weg nun zur Alp Im Hori hinunter und quert den Böse Graben. In der Tiefe zwängt sich das Triftwasser durch den Fels. Sanft absteigend erreicht man die Underi Trift, die Bergstation der Triftbahn in einem wilden Felskessel, umgrenzt von Fleschen-, Mähren- und Windegghorn, sowie Drosiegg, Murwetestock und Radlefshorn. Eine einmalige wild-romantische Bergszenerie!

weg04Variante 2: Wer es lieber gemütlich hat, wählt die Variante mit der Triftbahn. Direkt bei der Postautohaltestelle "Nessental, Triftbahn" befindet sich die Talstation. Von da bringt einen die Bahn in wenigen Minuten durch die imposante Schlucht zur Bergstation.

Ob man nun zu Fuss oder mit Bahn in die Underi Trift gelangt ist, ab hier geht es zu Fuss ebenen Wegs zum Talboden und wechselt über das Triftwasser von der bewaldeten Ost- zur felsigen Westseite. 60 Meter steigt der Weg nun durch die Bergflanke an, bis man auf den Weg stosst, der von Schwendi her führt.

weg02Variante 3: Ausgangspunkt für diese Weg-Variante ist ebenfalls Postautohaltestelle "Nessental, Triftbahn", resp. die Talstation an der Sustenstrasse. Eine Kiesstrasse (ca. 1 km) führt zu einem Parkplatz. Von dort aus führt der Hüttenweg hinunter zum Triftwasser, wo eine Brücke die imposante Schlucht überquert. Nach einen kurzen flachen Wegstück gabelt sich der Weg. Links führt er durch den Wald hinauf Richtung Inn. Erggeli. Hier wird man noch einmal an den Lawinenwinter 1998/99 erinnert: entlang des Weges hat eine Lawine eine breite Schneise hinterlassen und die Erggeli-Hütte nur knapp verfehlt. Über den Waldboden - mit endlosen Heidelbeerstauden - die Ostflanke des Trifttales und den Tobiger-Graben gelangt man in die Underi Trift. Da dieser Weg teilweise leicht ausgesetzt und weniger oft begangen wird, eignet er sich nur für erfahrene, trittsichere Bergwanderer; Familien mit kleineren Kindern ist er nicht zu empfehlen.

weg06Der gemeinsame Weg führt nun entlang der Ostseite durch steiniges Gebiet, später durch lockeren Erlen-Buschbestand zu Bosslis Stein. Von hier bieten sich wiederum drei Möglichkeiten zur Windegghütte zu gelangen, die auf einer Infotafel detailliert beschrieben sind. Die erste ist der ursprüngliche Hüttenweg, der rechts abbiegt und sehr steil, einige Schweisstropfen fordernd, direkt zur Windegghütte führt. Die beiden anderen führen links an Bosslis Stein vorbei, entlang des Trift-Hüttenweges. Nach etwa 20 Minuten biegt der Familienweg rechts ab und führt, weit weniger steil ansteigend als der direkte Hüttenweg, zur Hütte. Die dritte und wohl spektakulärste Möglichkeit führt zur Hängeseilbrücke. Wenige Meter davor zweigt er rechts ab und führt über einen Felsrücken und durch mit Seilen und Ketten gesicherte Felsbänder zur Windegghütte. Diese letzte Variante "Chetteliwäg" bietet zwar zahlreiche, einzigartige Aussichtspunkte auf den Gletscherkessel mit Triftgletscher, Gletscherabbruch und See, ist aber nur für trittsichere Bergwanderer mit gutem Schuhwerk zu empfehlen!

weg11Je nach gewählter Aufstiegsvariante liegt die Marschzeit zur Hütte bei rund drei bis vier Stunden, die Triftbahn halbiert diese ungefähr.

Die Windegghütte kann auch von Guttannen über den Furtwangsattel erreicht werden. Hier müssen rund 1500 Höhenmeter auf einem guten Bergwanderweg überwältigt werden. Die Marschzeit beträgt etwa sechs Stunden.

weg10Wichtig: Die Wege sind gut markiert und befinden sich in gutem Zustand. Trotzdem möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir uns in alpinem Gebiet befinden und die Zugangswege Bergwege (rote-weisse Markierung) sind! Wander- oder Trekkingschuhe, gute Ausrüstung und ein Mindestmass an Trittsicherheit sind absolute Voraussetzung und Kinder müssen unbedingt beaufsichtigt werden (vgl. SAC Berg- und Alpinwanderskala)!

weg09Das Triftgebiet wird während den Sommermonaten als Schafalp genutzt. Wir bitten dich daher, die nutzungsbedingten Zäune zu belassen, Zaundurchgänge immer zu schliessen und Hunde an der Leine zu führen. Das freie Campieren und Feuer entfachen ist verboten!

Übrigens: die Leiter im linken Bild muss auf dem Hüttenweg nicht passiert werden.